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Gruppentherapie im Cafe

Gruppenpsychotherapie

„Manchmal ist das Heilsamste nicht das Gespräch unter vier Augen – sondern das Erleben, dass andere Menschen ähnliche innere Kämpfe führen.“

Warum Gruppentherapie?

Der Psychiater und Psychotherapieforscher Irvin Yalom hat in jahrzehntelanger Arbeit beschrieben, was Gruppentherapie so wirkungsvoll macht: Es ist nicht allein die Methode – es ist das, was zwischen Menschen passiert, wenn sie sich ehrlich begegnen. In der Gruppe erleben Teilnehmende, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht allein sind. Sie bekommen Rückmeldungen, die sie von außen nie erhalten würden. Und sie machen – oft zum ersten Mal – korrigierende Beziehungserfahrungen: Sie erleben, dass Offenheit nicht zu Ablehnung führt, sondern zu Verbindung.

Jeffrey Young, der Begründer der Schematherapie, hat gezeigt, dass viele unserer tief verwurzelten Muster – etwa das Gefühl, nicht gut genug zu sein, Grenzen nicht setzen zu können oder immer für andere funktionieren zu müssen – ihren Ursprung in frühen Beziehungserfahrungen haben. Genau deshalb ist die Gruppe ein so kraftvoller Ort der Veränderung: Muster, die in Beziehungen entstanden sind, lassen sich am besten auch in Beziehungen verstehen und verändern.

Gruppentherapie ist keine Notlösung und kein Kompromiss.

Sie ist für viele Themen die wirksamere Behandlungsform – gerade dann, wenn es um Selbstwert, Beziehungsgestaltung, Abgrenzung oder das Gefühl geht, im Leben festzustecken.

Menschen am Strand nach Gruppentherapie

Wie ich arbeite - Methoden und Ansätze

Meine Gruppenangebote arbeiten mit einem schematherapeutischen Ansatz – einem Verfahren, das verhaltenstherapeutische Techniken mit einem tieferen Verständnis für Lebensgeschichte und Beziehungsmuster verbindet. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche alten Überzeugungen über mich selbst und andere trage ich mit mir – und wie beeinflussen sie mein heutiges Erleben und Handeln?

Das Setting ist transdiagnostisch – das bedeutet, die Gruppe ist nicht auf eine bestimmte Diagnose ausgerichtet. Was die Teilnehmenden verbindet, sind gemeinsame emotionale Themen: Selbstzweifel, Schwierigkeiten mit Grenzen, belastende Beziehungsmuster oder das Gefühl, sich selbst nicht wirklich zu kennen. Diese Offenheit macht die Arbeit lebendig und ermöglicht echte gegenseitige Resonanz.

Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen, in dem neue Verhaltensweisen ausprobiert, Rückmeldungen gegeben und empfangen werden können – und in dem sich zeigt, wie wir in Beziehungen wirklich sind. Das ist oft direkter, ehrlicher und nachhaltiger als jede Einzelsitzung.

Gruppe von Schafen auf dem Weg

Wobei ich helfen kann – Themen und Schwerpunkte

Die Gruppentherapie eignet sich besonders bei:

 

  • Selbstwertproblemen und chronischen Selbstzweifeln

  • Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen oder Nein zu sagen

  • Belastenden Beziehungsmustern – in Partnerschaft, Familie oder Beruf

  • Sozialen Ängsten und dem Gefühl, nicht dazuzugehören

  • Depressiven Verstimmungen und emotionaler Erschöpfung

  • Dem Wunsch, sich selbst besser zu verstehen und anders zu handeln

  • Angststörungen und Zwängen

  • Traumafolgen im zwischenmenschlichen Bereich

 

Viele dieser Themen lassen sich in einer Gruppe wirkungsvoller bearbeiten als im Einzelsetting – weil das, worum es geht, direkt erlebt und nicht nur besprochen wird.

Mensch im Steinkreis nach Gruppentherapie

So läuft eine Gruppentherapie ab

Vorgespräch und Vorbereitung

Bevor Sie in eine Gruppe einsteigen, führen wir ein persönliches Einzelgespräch. Darin klären wir, was Sie mitbringen, was Sie sich erhoffen und ob das Gruppenformat das Richtige für Sie ist. Es folgen probatorische Sitzungen, in denen wir Ziele und Therapieprozess gemeinsam entwickeln. Eine Überweisung für Gruppenpsychotherapie brauchen Sie nicht.

 

Die Gruppe

Die Gruppen finden 14tägig statt und dauern jeweils 100 Minuten. Die Teilnehmerzahl ist bewusst klein gehalten, damit echte Begegnung möglich ist. Die Gruppe arbeitet fortlaufend – das heißt, Sie steigen zu einem vereinbarten Zeitpunkt ein und begleiten den Prozess über einen längeren Zeitraum.

 

Dauer

Je nach Thema und individuellem Verlauf sind 20 bis 60 Sitzungen üblich. Kürzer angelegte Gruppeninterventionen mit 10–20 Sitzungen sind bei fokussierten Fragestellungen ebenfalls möglich. Wir besprechen das gemeinsam – offen und ohne Druck.

Schweigepflicht in der Gruppe

Was in der Gruppe gesagt wird, bleibt in der Gruppe. Alle Teilnehmenden verpflichten sich zu Beginn zur Vertraulichkeit. Dieser gemeinsam getragene Schutzraum ist die Grundlage dafür, dass echte Offenheit möglich wird.

Gruppe Jungs mit Trompeten

Kosten und Abrechung

Gesetzlich versichert

Als Psychotherapeutin mit Kassensitz rechne ich direkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung ab. Die Kosten für die Gruppentherapie werden vollständig von Ihrer Krankenkasse übernommen – Sie müssen nichts vorstrecken und keinen gesonderten Antrag stellen. Um alle notwendigen Formalitäten kümmere ich mich.

 

Privat versichert und Beihilfe

Auch private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Gruppenpsychotherapie. Da die Vertragsbedingungen variieren, empfehle ich, vorab kurz bei Ihrer Versicherung nachzufragen. Ich unterstütze Sie dabei gerne und stelle alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung.

 

Selbstzahler

Gruppentherapie ist auch als Selbstzahlerleistung möglich – und im Vergleich zur Einzeltherapie eine deutlich günstigere Option bei gleicher therapeutischer Wirksamkeit.

Das Honorar wird individuell vereinbart. Auch hier gilt: Die Behandlung wird nicht bei Ihrer Krankenkasse aktenkundig.

Gruppentherapie mit Kuscheltieren

Terminbuchungen

Alle Termine – einschließlich der vorgelagerten Einzelgespräche zur Vorbereitung – buchen Sie bequem und jederzeit über Doctolib. Dort sehen Sie auf einen Blick, welche Plätze verfügbar sind, und können direkt verbindlich buchen.

Jetzt Termin buchen: www.doctolib.de – einfach nach meiner Praxis suchen oder den Link auf dieser Seite nutzen.

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